Infos zu Wachteln

1. Allgemeines

2. Haltung

3. Futter

4. Brut

5. Das Wachtelei


1. Allgemeines

Der Ursprung der Japanischen Legewachtel stammt aus Japan/Korea. Dort und in vielen anderen Ländern wird sie als beliebter Ziervogel gehalten und erfolgreich gezüchtet

 

Die Größe beträgt etwa 15-20cm.

Linie Gewicht Nutzen Merkmale
Die leichte Linie 110-150g

- sie brauchen wenig Platz

- fressen nicht sehr viel

- legen viele Eier

- hauptsächliche Farbschläge

sind Gold und Goldsprenekl

Der Zweinutzungstyp 160-250g

- auch Zweinutzungstyp

genannt

- ist auf eine hohe Legeleistung 

gezüchtet

- hat aber auch einen guten 

Fleischansatz

- meist verbreiteste Wachtel

- viele verschiedene Farbschläge

Die Mastwachtel 300-400g

- sie ist hauptsächlich auf 

ihr hohes Gewicht gezüchtet 

(großer Fleischansatz)

 

- auch Fleischwachtel 

genannt

- Legeleistung ist etwas schwächer

 

- In Frankreich soll es angeblich 

Mastwachteln mit über 500g

geben

 


2. Haltung

Da die Haltung von Wachteln nicht sehr anspruchsvoll ist, kann eigentlich jeder Wachteln halten. Trotzdem sollte man einiges beachten.

 

Einzelhaltung?

Es ist sehr wichtig, Wachteln nie alleine zu halten. Denn Wachteln brauchen sich z.B. zum Zusammenkuscheln oder um gemeinsam ein Ei zu legen. Es ist nicht so wie bei Kaninchen, Meerschweinchen,... dass sie sich zur gegenseitigen Körperpflege brauchen, aber Wachteln leben einfach lieber zusammen.

 

Wie viel Platz brauchen Wachteln?

Um eine artgerechte Haltung zu garantieren, sind 5-6 Tiere auf dem qm artgerecht. Man braucht keinen Wachtelhahn, aber zur Zucht braucht man einen. Wenn mann keinen Hahn in der Gruppe hat, kann es sein, dass die ranghöchste Henne auf die anderen Hennen losgeht. Dies ist aber selten der Fall. Oft gibt es sehr "willige" Wachtelhähne, die dann die Hennen bei häufigem "Tretakt" verletzten. Mein Fazit: "Nur ein Hahn in die Gruppe, wenn gezüchtet werden will".

 

Haltung drinnen oder draußen?

Man kann Wachteln sowohl drinnen als auch draußen halten. Wobei die Haltung drinnen für den Menschen aufgrund des Geruchs keine angenehme Sache ist. 

Außerdem fühlen sich die Wachteln draußen in einer Stallung oder Voliere viel wohler. Dort bekommen sie frische Luft. 

Ich habe mir vier stabile Stallungen für je 10 Wachteln gebaut. Im Winter wird dann vor das Gitter ein Plexiglas geschraubt, damit die Wachteln nicht frieren und das Trinkwasser nicht einfriert.

Alternativ kann man Wachteln auch in einem Hasenstall halten.

 

Wie viele Eier legt eine Japanische Legewachtel im Jahr?

Das hängt von der Haltung ab. Wenn die Wachteln es warm (auch im Winter) und jeden Tag Licht von mindestens 16 Stunden haben, legt eine Wachelhenne fast jeden Tag ein Ei. (Im Jahr ca. 310 Eier)

 

Was kostet eine Wachtel?

Im Durchschnitt kostet eine Japanische Legewachtel zwischen 3-7€

Wenn die Wachtel für weniger angeboten wird, sollte man lieber die Finger weg lassen. Diese Tiere haben oft einen Fehrler, den man auf den ersten Blick nicht sieht, z.B. einen Gendefekt. Ein Hahn ist auch fast immer billiger als eine Henne, weil er keine Eier legt und somit keinen wirklichen Nutzen bringt.

 

Ist ein Hahn nötig?

Ein Hahn ist nur nötig, wenn man selbst züchten will. 

Wenn man Wachteln nur als Hobbyzüchter hält und nicht vorhat zu züchten ist es besser keinen Hahn zu einer Herde dazuzusetzen. Die Hennen werden durch Hähne ganz schön geschunten.

 

Sind Wachteln winterhart?

Ja, Wachteln sind winterhart (außer die Straußwachtel).

Der Stall sollte aber isoliert sein. Zudem empfehle ich einen Tränkenwärmer, damit das Wasser nicht einfriert. Diesen stellt man einfach unter die Tränke. Neue Tränkenwärmer brauchen mittlerweile auch nicht mehr viel Strom.

 

Kann man Wachteln wie Hühner im Garten laufen lassen?

Nein, das sollte man lieber lassen. Denn Wachteln sind so klein, dass Katzen oder Hunde sie töten würden. Außerdem fliegen Wachteln und können so abhauen!

 

Kann man Wachteln mit Vögeln vergesellschaften?

Ja, aber nicht mit allen!

Mit Ziergeflügel wie Kanarien oder anderen kleinen Vögeln gibt es überhaupt keine Probleme. Sie sind sogar praktisch und kosten fast nichts, weil sie die Futterreste von Wachteln einfach mitessen. Trotzdem solltet man ihnen unbedingt spezielles Futter anbieten.

 

Mit anderen Wachelarten ist es weitaus schwieriger! Denn in der Brutzeit will jedes Pärchen sein eigenes Revier und dabei kann es schnell zu Machtkämpfen (Rangordung) kommen, die meistens blutig ausgehen. In sehr großen Ställen/Volieren ist das eher möglich, weil sich die Tiere aus dem Weg gehen können. Zudem sollten es nur wenige Tiere sein.

 

Sind Wachteln laut? (Hahn)

Wachteln sind gegenüber Hühnern nicht so laut. Die Hennen hört man eigentlich nur, wenn man neben ihnen steht. Wenn die Hähne krähen, hört man es schon ein wenig. Das Krähen eines Wachtelhahnes ist ganz anders, als das eines normalen Hahns. Es ist (finde ich) so zu verstehen: babrrrrr.

 

Können Japanische Legewachteln anfangen zu brüten ?

Ja, das können sie, aber nur unter sehr guten Bedingungen. Es muss viel beachtet werden, wie zum Beispiel die Einrichtung, der Platz oder das Verhältnis Henne zu Hahn.

Leider wurde den Legewachteln der Bruttrieb weggezüchtet. Wie der Name schon aussagt, sollen sie große Massen Eier auf engstem Raum unter schlechten Bedingungen legen. Meine habens schön, mit abwechslungsreichen Dingen.

 

Wie alt werden Wachteln?

Das ist unterschiedlich, weil es auf die Haltung und Fütterung ankommt. In Legebatterien werden Wachteln nicht älter als 2 Jahre, weil die Haltungsbedingungen teilweise sehr grausam sind. Das Futter kann viele künstliche Spuren enthalten, damit die Wachteln besser Legen oder der Eidotter schöner wird. Außerdem bekommen die Wachteln in Legebatterien oftmals Antibiotika verabreicht. Das alles wirkt sich negativ aufs Legen aus.

Bei Hobbyhaltern in Stallungen oder Volieren werden Wachteln in guter Pflege bis zu 6 Jahre alt.

 

Wenn weitere Fragen auftauchen, können Sie mir jederzeit eine E-Mail schreiben. Ich werde mich schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung stzen.

info@wachtel-home.de

 


3. Futter

Wachteln brauchen täglich ihr Hauptfutter und frisches Wasser. Daneben gibt es auch noch Zusatzfutter/Leckerchen.

 

Hauptfutter:

Als Wachtelfutter sollte man spezielles Wachtelfutter verwenden. Ein Hühnerfutter reicht nicht aus, da Wachteln mehr Rohprotein benötigen.

 

Das Grunfutter sollte sich nach diesen Richtwerten richten:

- Rohprotein 18-20%

- Lysin 0,85%

- Methionin 0,40%

- Calcium 5,00%

- Phosphor 0,70%

- Natrium 0,15%

- Rohfett 3,80%

- Rohfaser 2,70%

- Rohasche 5,90%

 

Dieses Grundfutter sollte immer trocken gelagert werden, sodass es nicht schimmeln kann. Auch soll es vor Mäusen oder Ratten geschützt sein!

 

Zusatzfutter (Leckerlie):

- Grünzeug aus dem Garten: Schnittlauch(wie eine Wurmkur), Petersilie, Gras, Löwenzahn,...

- Mehlwürmer

- gekeimtes Getreide

Bitte immer nur wenig von diesem Futter füttern!

 

Wasser:

Es ist sehr wichtig, dass die Wachteln immer Zugang zu frischem Wasser haben. Es sollte so sauber sein, dass man es selbst trinken würde.


4. Brut

Da es sehr selten ist, dass eine Legewachtel selbst brütet, werden Sie in Brutmaschinen ausgebrütet.

Es gibt drei verschiedene Arten von Brutmaschinen. Für den Hobbyhalter, der 1-2 Bruten pro Jahr durchführt, ist der Flächenbrüter die beste Lösung. Mit diesen Gräten kann man auch enigermasen gute Ergebnisse erzielen, sie sind auch kostengünstiger.

Züchter und Hobbyhalter, die mehrere Bruten einlegen haben aber meist Motorbrüter oder Schrankbrüter, weil man mit ihnen bessere Ergenisse erzielen kann. Die Temperatur und Luftfeuchtigkeit wird konstanter gehalten.

 

1. Flächenbrüter

Der Flächenbrüter ist günstig und für Einsteiger optimal.

Er hat aber auch Nachteile, wie zum Beispiel warme und kalte Zonen. 

Hinzu kommt, dass die Luftfeutigkeit am Schlupf leider nicht auf die gewünschte Höhe steigt. 

 

2. Motorbrüter

In diesem Brüter ist die Temperatur immer konstant. Es gibt also keine Kalt- und Warmzonen. Sie sind aber teurer. 

 

3. Schrankbrüter

Dieser Brüter ist im Prinzip auch ein Motorbrüter aber viel größer. Er ist eben wie ein Schrank mit Schubladen. Die Schubladen, werden als Eierhorden bezeichnet. Auf ihnen werden die Eier gewendet.

 

Tag

Temperatur

Luftfeuchtigkeit

Wendung

1

37,8

50

Nein

2

37,8

50

Nein

3

37,8

50

Nein

4

37,8

50

Ja

5

37,8

50

Ja

6

37,8

50

Ja

7

37,8

50

Ja

8

37,8

50

Ja

9

37,8

50

Ja

10

37,8

50

Ja

11

37,8

50

Ja

12

37,8

50

Ja

13

37,8

50

Ja

14

37,6

50

Ja

15

37,6

65

Nein

16

37,6

80

Nein

17

37,6

80

Nein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


5. Das Wachtelei

1. Das Speiseei:

Dieses Ei ist in der Regel billiger, als das Brutei. Es kommt aus einer Herde, wo nur Hennen sind. Diese Eier sind also nicht befruchtet. Außerdem hat ein Wachtelei 15% weniger Colesterin, wie Hühnereier oder andere Eier. 

 

2. Brutei:

Dieses Ei ist teurer, weil es befruchtet ist. Züchter zahlen bis zu 0,70€ für ein Ei eines selten Farbschlages! Es kommt aus einer Herde in der ein Hahn dabei ist. Wenn man dieses Ei ausbrütet kommt mit großer Warscheinlichkeit ein Kücken heraus.

Wachteleier im Vergleich zu Hühnereiern
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